German Arrowheads | Die Quarterback-Finanz-Situation – Ein Kommentar
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Die Quarterback-Finanz-Situation – Ein Kommentar

Die Quarterback-Finanz-Situation – Ein Kommentar

Russell Wilson konnte sich mit den Seattle Seahawks auf einen neuen Vertrag einigen und dieser hat es in sich. 140 Millionen erhält der Star-Quarterback über 4 Jahre.

Doch garantiert ein solcher Vertrag den Seahawks dauerhaften Erfolg? Diese Frage spaltet die Fans, denn im Football gibt es im Gegensatz zum Fußball eben nur einen maximalen Cap Space, den die Verantwortlichen pro Jahr ausgeben dürfen. Zwar kann man durch Verteilung des Gehalts auf verschiedene Vertragsjahre ein bisschen tricksen. Jedoch ist man durch dieses System deutlich eingeschränkter als im Fußball, doch neben der umgekehrter Draft-Reihenfolge sichert dieses System eben auch die Spannung und Gleichheit der Franchises.

Ein teurer Quarterback bedeutet dadurch weniger Geld für das Team um ihn herum und da im Football immer 53 Mann im Roster sind und der Erfolg eben nicht NUR vom Quarterback abhängt, sichert dieser Vertrag nicht gleich die Zukunft einer gesamten Franchise. Aber welche Möglichkeiten hätten die Seahawks noch gehabt? Ein Trade? Angeblich wären ja die Giants an einem Trade interessiert gewesen, allerdings gibt es auf dem Markt auch keinen wirklichen Ersatz, so hätte man im Draft auf einen Rookie-Quarterback aus dem College zurückgreifen müssen. Welcher die Zukunft der Franchise nicht im Maße eines Russell Wilson sichern kann. Summa summarum mussten die Seahawks bluten und für Wilson eine ordentliche Summe hinblättern, da dies die einzig sinnvolle Option darstellte.

Viele Fans prangern dennoch Wilson dafür an, denn dieser hätte auch für den sportlichen Erfolg seines Teams sein Gehalt herunterschrauben können. Macht es denn wirklich noch einen Unterschied wie viele Millionen man auf den Konto hat, wenn man den zweistelligen Bereich schon erreicht hat? Einige bringen nun das Beispiel Brady hervor, der mit den Patriots nun 6 mal den Superbowl gewonnen hat. Dennoch finde ich dieses Beispiel nicht sehr passend, denn meiner Meinung nach hängt der sportliche Erfolg von der Kombination Belichik Brady ab, mit einem sehr starken Anteil des Head Coaches Belichik zudem ist Bradys Frau Gisele Bündchen zudem noch reicher und verdient mehr als ihr Mann, was die „Geldsorgen“ Bradys im Vergleich zu Wilson geringer macht, wenn man sie überhaupt Sorgen nennen darf.

Doch warum geht hier ein Bericht auf der Plattform von deutschen Chiefs-Fans über die Seattle Seahawks?

Wir werden spätestens im Februar 2021 vor einer ähnlichen Situation stehen, denn Ende März 2021 läuft der Vertrag unseres QB’s Pat Mahomes aus und wenn er seine Leistung annähernd auf dem Niveau der letzten Season hält wird dessen Vertrag wohl ähnlich hoch beziehungsweise vielleicht noch höher aussehen.

Ein Luxusproblem der Chiefs, aber eben ein Problem der Chiefs. Es stehen noch drei weitere sehr, sehr große Verträge an, D-Line Spieler Chris Jones und die beiden Pass-Empfänger Travis Kelce und Tyreek Hill müssen mit neuen Verträgen ausgestattet werden und genau dann wird eben das oben genannte CapSpace zum Problem so bleibt fraglich ob Mahomes eben so „egoistisch“ (all mein Respekt für Russell Wilson, mir fällt nur kein passenderes Wort ein!) handelt oder ob er für den sportlichen Erfolg auf ein üppigeres Gehalt verzichtet.

So stehen wohl mehr Quarterbacks als nur Mahomes demnächst vor der Frage: finanzieller oder sportlicher Erfolg?

Wie der Vertrag von Mahomes am Ende aussehen wird steht noch in den Sternen, wird aber spannend zu beobachten.